creativecinema · Ratgeber Veröffentlichung · 3 Min. Lesezeit · von Andreas Schulz

LinkedIn-Videos für Unternehmen

Welche Videos auf LinkedIn wirken: Länge, Format, Untertitel, Menschen statt Logos, und wie Unternehmen regelmäßig posten, ohne jede Woche zu drehen.

Kurz gesagt

LinkedIn-Videos für Unternehmen

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Menschen vor der Kamera wirken auf LinkedIn besser als Logos und Produktbilder.

02

Die meisten sehen das Video im Feed ohne Ton: Untertitel gehören fest dazu.

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Hochformat und quadratisch nutzen den Platz auf dem Smartphone besser als Querformat.

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Mit einem gut geplanten Drehtag lassen sich viele Wochen Beiträge vorbereiten.

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Was auf LinkedIn funktioniert

Auf LinkedIn folgen Menschen Menschen. Ein Geschäftsführer oder eine Fachkollegin, die in 60 Sekunden eine Erfahrung teilen, erreichen oft mehr als der aufwendige Film auf der Firmenseite. Die Zuschauer sind in Arbeitslaune und wollen etwas lernen, keine Werbung sehen.

Gut funktionieren vor allem Beiträge, die etwas Konkretes sagen:

  • eine Meinung oder ein Fehler, aus dem man gelernt hat,
  • ein Blick in Halle, Labor oder Projekt,
  • die Antwort auf eine Frage, die Kunden immer wieder stellen,
  • eine kurze Stimme von der Messe oder von einem Kunden.

Format und Länge

  • Hochformat oder quadratisch. Auf dem Smartphone füllen diese Formate den Bildschirm besser als das Querformat. Wie das am Drehtag zu berücksichtigen ist, steht im Beitrag Hochformat-Video.
  • Querformat. Passt für längere Filme und für alle, die am Rechner schauen. Ein Imagefilm muss dafür nicht umgeschnitten werden, ein Ausschnitt daraus schon.
  • Länge. Für den Feed sind 30 bis 90 Sekunden ein guter Rahmen. Längere Gespräche funktionieren, wenn sie von selbst fesseln und der Einstieg stimmt.

Die technischen Vorgaben und Empfehlungen von LinkedIn ändern sich immer wieder. Prüfen Sie vor größeren Kampagnen die aktuellen Angaben in der Hilfe der Plattform.

Menschen vor der Kamera

Die häufigste Sorge lautet: „Bei uns will niemand vor die Kamera." In der Praxis reichen zwei oder drei Personen, die gern erzählen. Sie müssen keine perfekten Sprecher sein. Wichtiger ist, dass sie von etwas reden, das sie täglich tun.

Drei Dinge helfen am Drehtag: Stichworte statt ausformulierter Texte, Fragen aus dem Off statt eines Monologs und mehrere Anläufe ohne Zeitdruck. So entstehen die Sätze, die sich später gut schneiden lassen. Mehr dazu im Beitrag Testimonial-Video und Interview.

Holen Sie die schriftliche Einwilligung vor der Veröffentlichung ein und klären Sie, ob ein Video im Unternehmens- oder im persönlichen Profil erscheint. Wer postet, trägt mit seinem Namen die Aussage.

Untertitel und die ersten Sekunden

Im Feed starten Videos meist ohne Ton. Ohne Untertitel versteht in den entscheidenden Sekunden niemand, worum es geht. Für LinkedIn bewähren sich eingebrannte Untertitel im Bild, weil sie überall gleich aussehen. Mehr dazu unter Video-Untertitel erstellen.

Beginnen Sie mit der Aussage selbst und nicht mit Logo, Begrüßung oder „Heute möchte ich Ihnen erzählen". Der erste Satz ist die Überschrift des Videos. Der Text darunter ergänzt das Video und erzählt nicht noch einmal dasselbe.

Ein Drehtag, viele Wochen Beiträge

Jede Woche zu drehen hält im Unternehmensalltag niemand durch. Besser ist ein gebündelter Termin:

  1. Themen sammeln. Zehn bis zwanzig Fragen von Kunden, Bewerbern und Vertrieb.
  2. Einen Drehtag ansetzen. Zwei oder drei Personen beantworten nacheinander je ein paar Fragen, dazu Bilder aus dem Betrieb.
  3. Clips schneiden. Je Frage ein Clip, im Hochformat und mit Untertiteln.
  4. Über die Wochen verteilen. Dazwischen kommen aktuelle Aufnahmen vom Smartphone, etwa von Messen. Sie müssen nicht perfekt sein, aber der Ton muss stimmen.

Auch ein Video-Podcast liefert laufend solche Clips. Wie das Ganze in einen größeren Plan passt, steht unter Videomarketing für B2B.

Häufige Fragen

Fragen zum Thema

Wie lang sollte ein LinkedIn-Video sein?

Für den Feed sind 30 bis 90 Sekunden ein guter Rahmen. Entscheidend ist, dass die ersten Sekunden sofort klarmachen, worum es geht.

Hochformat oder Querformat?

Für kurze Beiträge Hochformat oder quadratisch, weil die meisten am Smartphone schauen. Längere Filme können im Querformat bleiben.

Firmenseite oder persönliches Profil?

Persönliche Profile erreichen in der Regel mehr Menschen. Sinnvoll ist beides: Die Person postet, die Firmenseite teilt es weiter.

Reicht das Smartphone?

Für spontane Einblicke ja, wenn der Ton gut ist. Ein gebündelter Drehtag lohnt sich, wenn Aussagen und Bilder lange tragen sollen oder das Unternehmen als Ganzes auftritt.

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