Was ist ein Imagefilm? Definition, Arten und Beispiele
Was ein Imagefilm ist, wie er sich von Werbefilm, Erklärvideo und Recruitingfilm unterscheidet und welche Arten es gibt. Mit typischen Beispielen aus der Praxis.
Kurz gesagt Was ist ein Imagefilm? Definition, Arten und Beispiele
Wischen für die Antwort →Ein Imagefilm zeigt, wofür ein Unternehmen steht: Menschen, Haltung, Arbeitsweise.
Er verkauft kein einzelnes Produkt, sondern Vertrauen in das ganze Unternehmen.
Übliche Länge für Website und Vertrieb: zwei bis drei Minuten.
Professionell produziert beginnt er bei rund 5.000 Euro netto für einen Drehtag.
Imagefilm: die Definition in einem Satz
Ein Imagefilm ist ein Film, der ein Unternehmen, eine Organisation oder eine Marke als Ganzes vorstellt und dabei vor allem eines erzeugen soll: Vertrauen. Er beantwortet nicht die Frage „Was kostet das Produkt?", sondern „Mit wem habe ich es hier zu tun?".
Andere Begriffe meinen im Alltag meistens dasselbe: Unternehmensfilm, Firmenvideo, Imagevideo oder Corporate Video. Unterschiede gibt es eher im Sprachgebrauch als in der Sache. Entscheidend ist die Aufgabe des Films, nicht sein Etikett.
Imagefilm, Werbefilm, Erklärvideo: der Unterschied
Im Erstgespräch ist das die häufigste Verwechslung, und sie hat Folgen für Konzept und Budget. Jedes Format hat eine eigene Aufgabe:
- Imagefilm: zeigt das Unternehmen als Ganzes. Zielgruppe sind Kunden, Partner, Investoren, oft auch Bewerber. Wirkung über Menschen, Orte und Haltung.
- Werbefilm: transportiert eine einzige Botschaft zu einem Angebot, meist in 15 bis 60 Sekunden, und will eine Handlung auslösen. Mehr unter Werbefilm und Werbespot.
- Erklärvideo: macht einen Sachverhalt verständlich, etwa eine Software oder ein Verfahren. Kein Imagetransport, sondern Verständnis. Siehe Erklärvideo für Unternehmen.
- Recruitingfilm: richtet sich an Bewerber und zeigt einen konkreten Arbeitsplatz statt des ganzen Unternehmens. Siehe Recruitingfilm.
- Produkt- und Industriefilm: stellt ein erklärungsbedürftiges Produkt oder eine Fertigung in den Mittelpunkt. Siehe Produktvideo und Industriefilm.
Wer alles in einen Film packen will, bekommt selten einen guten. Besser ist ein Imagefilm als Hauptfilm und daraus abgeleitete Kurzfassungen für die anderen Zwecke.
Die vier häufigsten Arten von Imagefilmen
- Dokumentarisch. Die Kamera begleitet den echten Arbeitsalltag, Mitarbeitende erzählen im O-Ton. Wirkt glaubwürdig und ist der Regelfall im Mittelstand.
- Interviewbasiert. Geschäftsführung, Team und Kunden kommen zu Wort, dazwischen Bilder aus dem Betrieb. Gut, wenn Persönlichkeit das Verkaufsargument ist, etwa bei Beratung oder Handwerk.
- Szenisch inszeniert. Eine kleine Geschichte mit Darstellern oder eigenen Leuten, oft mit Sprecher. Aufwendiger, aber einprägsamer, wenn das Unternehmen etwas Abstraktes verkauft.
- Mit Animation. Grafiken, Motion Design oder 3D ergänzen den Dreh, wenn etwas gezeigt werden soll, das keine Kamera sehen kann: Datenflüsse, Materialien, Prozesse im Inneren einer Maschine.
In der Praxis sind die meisten Filme Mischformen. Welche Mischung passt, entsteht im Konzept, nicht im Katalog.
Typische Beispiele aus der Praxis
Damit Sie sich vorstellen können, wie unterschiedlich Imagefilme aussehen, hier vier typische Aufgaben, wie wir sie in der Metropolregion Nürnberg häufig produzieren:
- Der Maschinenbauer: zwei Minuten Fertigung, Qualitätssicherung und die Menschen dahinter. Eingesetzt auf der Website, im Vertrieb und als stumme Schleife auf der Messe.
- Die Kanzlei oder Beratung: Interviews mit den Partnern, ruhige Bilder aus Besprechungen, kaum Sprechertext. Hier verkauft der Eindruck der Personen.
- Der Handwerksbetrieb: ein Tag auf der Baustelle, erzählt von den Leuten, die dort arbeiten. Oft zugleich der Einstieg in das Thema Personalsuche.
- Das Technologieunternehmen: Dreh im Büro und Labor, ergänzt um Animation, die das Produkt verständlich macht, das man selbst nicht sehen kann.
Beispiele aus unserer eigenen Arbeit zeigen wir im Showreel auf der Startseite.
Wo ein Imagefilm eingesetzt wird
Ein Imagefilm arbeitet an vielen Stellen, wenn er dafür geplant ist: auf der Startseite oder der Seite „Über uns", im Vertriebsgespräch und in Angeboten, auf Messen, bei Veranstaltungen, im Onboarding neuer Mitarbeitender und in gekürzten Fassungen auf LinkedIn, Instagram oder YouTube. Wie lang er für welchen Kanal sein sollte, steht im Beitrag Wie lang sollte ein Imagefilm sein?
Was kostet ein Imagefilm und wie lange dauert er?
Ein professioneller Imagefilm beginnt bei uns bei rund 5.000 Euro netto für eine kompakte Produktion mit einem Drehtag. Die meisten Projekte für mittelständische Unternehmen liegen zwischen 8.000 und 25.000 Euro. Die Faktoren dahinter und einen Rechner finden Sie auf der Seite Imagefilm Kosten. Vom freigegebenen Konzept bis zum fertigen Film vergehen bei einem Drehort in der Regel vier bis sechs Wochen, Details im Beitrag Wie lange dauert ein Imagefilm?
Fragen zum Thema
Ist ein Imagefilm dasselbe wie ein Unternehmensfilm?
Im Alltag ja. Unternehmensfilm, Firmenvideo und Imagefilm meinen einen Film, der das Unternehmen als Ganzes vorstellt. Wichtiger als der Begriff ist, dass Ziel und Zielgruppe vor dem Dreh feststehen.
Brauchen kleine Unternehmen überhaupt einen Imagefilm?
Gerade kleine Unternehmen profitieren, weil Menschen dort das Verkaufsargument sind. Eine kompakte Produktion mit einem Drehtag reicht oft aus, wenn das Ziel klar ist.
Müssen wir selbst vor die Kamera?
Nicht zwingend, aber eigene Leute wirken am glaubwürdigsten. Wir arbeiten mit kurzen Einheiten statt langer Interviews, niemand muss Text auswendig lernen.
Wem gehört der Imagefilm nach der Produktion?
Bei uns Ihnen: Master, Webfassungen und Rohmaterial werden bei Abnahme übergeben, ohne zeitliche Begrenzung. Ausnahmen wie Musikrechte stehen im Angebot. Mehr im Beitrag zu den Nutzungsrechten.