Erklärvideo-Arten im Vergleich: Legetechnik, Animation oder Realfilm?
Legetechnik, Whiteboard, 2D-Motion-Design, Character-Animation, 3D, Screencast oder Realfilm: Welche Erklärvideo-Art zu welchem Thema passt und was sie aufwendig macht.
Kurz gesagt Erklärvideo-Arten im Vergleich: Legetechnik, Animation oder Realfilm?
Wischen für die Antwort →Die Art des Erklärvideos entscheidet über Aufwand, Kosten und Wirkung.
Abstraktes wird animiert, Anfassbares wird gefilmt.
Character-Animation schafft Identifikation, ist aber aufwendiger als Motion Design.
Die häufigste gute Lösung ist eine Mischform.
Erst das Thema, dann die Form
Ein Erklärvideo hat genau eine Aufgabe: einen Sachverhalt so darzustellen, dass ihn jemand versteht, der ihn vorher nicht kannte. Welche Form dafür richtig ist, entscheidet das Thema. Eine Software mit unsichtbarem Nutzen braucht andere Bilder als eine Maschine, die man anfassen kann, und ein Förderprogramm andere als ein Medizinprodukt. Deshalb steht die Wahl der Form bei uns am Anfang und nicht am Ende.
Die sieben wichtigsten Erklärvideo-Arten
- 2D-Motion-Design. Formen, Icons, Typografie und Bewegung. Der Klassiker für Software, Datenflüsse und Marktmechanismen, also für alles, was sich nicht filmen lässt. Jederzeit änderbar und gut in andere Sprachen zu übertragen.
- Character-Animation. Figuren führen durch ein Szenario, machen Rollen erkennbar und schaffen Identifikation. Aufwendiger als reines Motion Design, weil Bewegung glaubwürdig aussehen muss.
- Legetechnik. Hände legen gezeichnete Elemente auf eine Fläche, gefilmt von oben. Wirkt handgemacht und nahbar, eignet sich für einfache Abläufe und Bildung. Für technische Tiefe stößt sie schnell an Grenzen.
- Whiteboard-Animation. Eine Hand zeichnet das Bild während der Erklärung. Gut für lineare Gedankengänge, wirkt aber schnell schulisch.
- 3D-Animation. Schnittdarstellungen, Materialflüsse, Funktionsprinzipien im Inneren eines Produkts. Der aufwendigste Posten, dafür technisch genau. Liegen CAD-Daten vor, lassen sie sich aufbereiten, siehe Produktvideo und Industriefilm.
- Screencast. Aufnahme einer Software-Oberfläche mit Sprecher. Ideal für Tutorials und Onboarding, allein aber selten überzeugend im Vertrieb.
- Gefilmtes Erklärvideo. Eine reale Person erklärt, eingeblendete Grafiken ergänzen. Schafft Vertrauen durch ein Gesicht und eignet sich für Beratung, Dienstleistung und erklärungsbedürftige Handarbeit.
Welche Art passt zu welchem Thema?
- Software, Plattform, App: 2D-Motion-Design, ergänzt um kurze Screencast-Passagen.
- Maschine, Bauteil, Medizinprodukt: 3D-Animation oder Realfilm mit Grafik, oft beides.
- Dienstleistung, Beratung: gefilmtes Erklärvideo mit Sprecher, weil hier Menschen verkaufen.
- Prozess mit mehreren Beteiligten: Character-Animation, weil Rollen sichtbar werden.
- Bildung, Förderung, Verwaltung: Legetechnik oder 2D, weil sie freundlich und neutral wirken.
- B2B-Vertrieb: meist eine Mischform: Realfilm für Vertrauen, Animation für das, was man nicht sehen kann.
Warum Mischformen oft am besten funktionieren
Viele Themen haben einen sichtbaren und einen unsichtbaren Teil. Die Maschine kann man filmen, den Datenfluss darin nicht. Die Beraterin kann man filmen, das Förderverfahren dahinter nicht. Eine Mischform aus Dreh und Animation verbindet beides: Das Gesicht schafft Vertrauen, die Grafik schafft Verständnis. Gefilmte Anteile können wir auch vor unserer eigenen LED-Wand drehen, wenn der passende Ort nicht zu bereisen ist.
Was eine Art aufwendig macht
Nicht die Art allein bestimmt den Preis, sondern das Zusammenspiel aus Länge, Detailgrad, Zahl der Figuren, Sprachfassungen und der Frage, ob gedreht werden muss. Ein einfaches, animiertes Erklärvideo beginnt bei uns ab 2.500 Euro. Von der Freigabe des Skripts bis zur fertigen Fassung vergehen meist drei bis fünf Wochen. Die einzelnen Faktoren stehen auf der Seite Erklärvideo für Unternehmen. Wie der Weg vom Skript bis zur fertigen Vertonung aussieht, beschreibt der Beitrag Erklärvideo erstellen.
Fragen zum Thema
Was ist Legetechnik?
Eine Form des Erklärvideos, bei der Hände gezeichnete Elemente auf eine Fläche legen und wieder wegnehmen, gefilmt von oben. Sie wirkt handgemacht und eignet sich vor allem für einfache Abläufe.
Ist ein animiertes Erklärvideo günstiger als ein gedrehtes?
Nicht automatisch. Einfaches 2D kann günstiger sein als ein Drehtag, Character- oder 3D-Animation dagegen deutlich teurer. Entscheidend sind Länge, Detailgrad und Zahl der Fassungen.
Welche Art eignet sich für B2B?
Meist eine Mischform: Realfilm mit Ihren Leuten für Vertrauen, Animation für Funktionen, die man nicht sehen kann.
Lassen sich animierte Videos später ändern?
Ja, wenn die Animation dafür aufgebaut ist. Wir halten Textebenen getrennt, damit Änderungen und Sprachfassungen ohne Neuberechnung möglich sind.